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Losung Montag, 06.Sep.2010

Viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns auf den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen!

Jesaja 2,3

Weil wir durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben.

Hebräer 10,19.20.22

Nordelbien Webring

Gott näher kommen

Gedanken von Pastor Gersson Seiß, Vicelinkirchengemeinde Neumünster.

Gott näher kommen

Vor der Südwestküste Irlands, 12 km weit draußen in offener See, befinden sich die Skellig Islands – zwei massive Felsformationen, die seit 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. 1400 Jahre ist es her, seit eine Gruppe von Mönchen Skellig Island auswählte, um an diesem Ort Gott näher zu kommen.
Geht das? Eignet sich solch ein Ort in besonderer Weise zur vertieften Gotteserfahrung? Fragen können wir die Mönche heute nicht mehr.
Als ich in diesem Sommer die Gelegenheit hatte, Skellig Island zu besuchen, da war ich schon sehr beeindruckt von der Kargheit der Lebensbedingungen und von der eigentümlichen kleinen Klosteranlage mitten im Meer. Die Mönche hatten über Generationen hinweg eine Treppe von ca. 600 Stufen in den Fels gehauen und in luftiger Höhe etwa 200 Meter über dem Meeresspiegel ihr Kloster errichtet, das aus mehreren so genannten Bienenkorbhütten in traditionell irischer Trockenbauweise bestand und bis heute so erhalten geblieben ist.
Ob die Mönche seinerzeit  fanden, was sie suchten: eine besondere Nähe zu Gott? Im räumlichen Sinn gewiss nicht, auch wenn die Menschen damals meinten, Skellig Islands bedeutete die äußerste Grenze der bekannten Welt und von daher vielleicht eine größere Nähe zu Gott.
Dennoch: Unter dem Eindruck der Elemente und dem ewig gleichen Meer, eingebunden in  verbindliche Gemeinschaft und regelmäßige Kontemplation mag sich dann und wann schon ereignet haben, was die Mönche suchten: eine besondere Nähe zu Gott. Eine Nähe zu Gott in der Weise vielleicht, dass der Mensch im Angesicht Gottes zu sich selbst kommt und dabei seinen Platz  und seine Bestimmung findet. Eins wird mit sich selbst, der wird, der er oder sie in Gottes Augen schon ist. Ruhe und Klarheit für die Seele.
Immer wieder werden in der Bibel solche Geschichten erzählt, Geschichten von Menschen, die auf einem Berg in völliger Abgeschiedenheit eine besondere Gotteserfahrung machten, die ihnen zum Segen wurde und die sie mitnehmen konnten auch in die Niederungen ihres Lebens.
Gottes Nähe zu suchen, das lohnt sich alle Mal auch  heute, auch wenn sich solches Suchen in unserer lauten und umtriebigen Zeit gewiss schwieriger gestaltet als auf Skellig Island in mitten der Weite des Meeres.
Unsere Kirchen mögen ein Ort solchen Suchens sein – viele sind tagsüber geöffnet.

Sommerloch

Gedanken von Julia Weldemann, Gemeindereferentin in St. Vicelin.

Nach Hause kommen

Gedanken von Pastor Wilko Teifke, Emmaus Kirchengemeinde Kiel.

Getragen

Gedanken von Pastor Tobias Gottesleben, Dietrich-Bonhoeffer Gemeinde, Neumünster.

Vielleicht

Gedanken von Pastorin Amei Schulze-Spiekermann, Städtisches Krankenhaus Kiel.

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