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Losung Montag, 06.Sep.2010

Viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns auf den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen!

Jesaja 2,3

Weil wir durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben.

Hebräer 10,19.20.22

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Dankeskirche (Grimmstraße)

Die Geschichte der Dankeskirche ist, wie die Entwicklung des Dorfes Holtenau zu einer selbständigen Gemeinde und einem Stadtteil Kiels, eng mit dem Bau des heutigen Nord-Ostsee-Kanals verbunden. Nach der Fertigstellung dieser Schiffahrtsstraße 1895 als „Kaiser-Wilhelm-Kanal“ begann man auf ausdrücklichen Wunsch des Kaisers auf dem Hügel östlich des Kanalausgangs mit der Errichtung einer Kirche. Sie konnte bereits am 3. Oktober 1897 feierlich eingeweiht werden. In ihrem Namen bringt sie die Dankbarkeit über die glückliche Vollendung des Kanals als Jahrhundertbauwerk zum Ausdruck. Im Jahre 1899 wurde der Friedhof an der Kirche angelegt.

Knapp nördlich der Kirche war seit 1927 ein ziviler, später auch militärisch genutzter Flugplatz entstanden. Für den wachsenden Flugbetrieb stellte der hohe Turm der Dankeskirche ein Sicherheitsrisiko dar, so dass die Kirchengemeinde ihn 1935 verkürzen lassen musste. Mit der Ausführung wurde der bekannte Kieler Architekt Ernst Prinz (1878-1974) beauftragt. Der Turm wurde abgetragen und erhielt durch Ummauerung seine heutige gedrungene, wehrhaft wirkende Gestalt mit der Höhe von 26 m.

Der Altarbereich wurde 1936 verändert: Den neugotischen Altar ersetzte die Holzskulpturengruppe „Volk unterm Kreuz“ des schleswig-holsteinischen Bildhauers Otto Flath (1906-1987). Heute sind die Stelen von Flath an der Ostwand der südlichen Seitenempore zu sehen, während der Altaraufsatz von 1897 nach der Wiederherstellung des Chorfensters an seinen ursprünglichen Platz zurückgekehrt ist.

Das Fenster über dem Altar war seit der Zerstörung durch eine Luftmine 1940 vermauert, sollte aber nach dem Willen des Kirchenvorstands bis zum 100-jährigen Jubiläum 1997 wiederentstehen. Den Auftrag dazu erhielt der Stuttgarter Glasmalkünstler Prof. Hans Gottfried von Stockhausen (1920-2010). Farbintensiv und leuchtkräftig gestaltete er in figürlicher Weise das Thema „Ostern“.

Nur wenige Kirchen Kiels haben ähnlich unbeschadet wie die Dankeskirche den Krieg überstanden. Nach der letzten Innenrenovierung 2003 zeigt ihr Inneres wieder den nahezu ursprünglichen Zustand. Bemerkenswert ist die fast vollständig originale Innenausstattung: angefangen vom dreiteiligen Altaraufsatz, über die Kanzel bis hin zu den Schnitzereien des Gestühls, den Leuchtern an der Orgel und den Türbeschlägen. Die Orgel auf der Westempore trat im Jahre 1989 an die Stelle eines Vorgängerinstrumentes. Es handelt sich um eine romantisch gestimmte Orgel mit 26 Registern aus der Werkstatt von Theo Haerpfer in Boulay in Lothringen.

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