Kisdorfer Jugendliche renovieren Treffpunkt

 

Schön ist anders ...

Lange Jahre war der Jugendraum an der Friedenskirche in Kisdorf nicht sehr gemütlich: An der Wand ein Regal mit Gerümpel, ausrangierte Stühle, ein altes Surfboard, von dem niemand genau wusste, wem es eigentlich gehörte. Die Wände grau, der Fußboden aus beige-geflecktem Linoleum. Trotz Sitzgruppe, Billard- und Kickertisch, „schön ist anders", sagen die Jugendlichen: „Die Vorhänge waren hässlich, alt, dunkelgrün und schwer", erinnert sich Malena.

 

Immer schon wollten die Jugendlichen daran etwas ändern. Nach einem Monat Planung und drei Tagen harter Arbeit ist der Raum jetzt nicht wiederzuerkennen.

 

Neue Bar mit Hindernissen

Sascha und Florian mixen alkoholfreie Cocktails

Prunkstück des neuen Raumes ist die Bar. Die hatte sich der 17-jährige Sascha gewünscht, als Verlängerung für die winzige Küche nebenan. Er hatte gerade einen Cocktailkurs gemacht, seine Idee kam super an und zusammen mit Florian hat er sie komplett geplant und gebaut. An der einen oder anderen Stelle mussten sie auch „Lehrgeld" bezahlen. Sascha grinst: „Da hatten wir die Dicke der Wand doch mal eben mit „0 cm" berechnet. Dann passte die Bar nicht mehr und da saßen Flo und ich dann bis nachts um drei". Improvisieren sei halt auch wichtig gewesen. Jetzt mixen sie Getränke für alle – alkoholfrei natürlich. Die Arbeitsstunden allein für die Bar schätzen sie auf 30 Stunden.

 

"Pepi" ist eigentlich an allem Schuld

Auch Julia war schwer eingespannt. Und, gibt sie ehrlich zu, auch ihre Mutter. Die ist nämlich Küsterin der Gemeinde und hat viel geholfen. Julia musste alles Mögliche besorgen und ihre Mutter hat sie gefahren. Hänger, Farbe, Material, die zweite Tour ins Möbelhaus, um das zu holen, was beim ersten Mal vergessen wurde. Julia hat auch die Fotos mit ausgesucht, die jetzt den Raum schmücken. „Pepi" hat sich das gewünscht, sagen die Jugendlichen. „Pepi" ist Vikarin Eva Peper. Sie sei eigentlich an allem Schuld. Jahrelang hatte es geheißen: „Ja, das machen wir irgendwann mal". Auch der Gemeindediakon Ulf Fiebrandt hat das immer gesagt. „Fiebi" gibt zu: „Mir ist es relativ egal, wie es aussieht, wenn ich arbeite. Ich bin da viel leidensfähiger". Die 26-jährige Vikarin wollte sofort etwas unternehmen, nach dem OK von Pastorin Christiane Ellger brachte sie die Idee in den Jugendkreis – und die Sache kam ins Rollen. Zusammen mit Eva Peper haben die Jugendlichen ihren Raum komplett umgekrempelt, auch ohne handwerkliche Ausbildung.

 

Tageslosung

Freitag, 18. Mai 2012
Wer ist nun willig, heute eine Gabe für den HERRN zu spenden?
Jeder gebe, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat, ohne Bedauern und ohne Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.


Adressverzeichnis


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