Name Altholstein
Als die beiden Kirchenkreise Neumünster und Kiel 2009 zu einem neuen Kirchenkreis verschmolzen, brauchte es einen neuen Namen. Die Wahl fiel auf „Altholstein" und damit auf ein Stück gemeinsamer Geschichte.
Sie geht zurück bis ins Hochmittelalter. Der Missionar Vicelin hat im 12. Jahrhundert das Christentum zu den Slawen gebracht, in ein Gebiet das den Namen „Holstengau" trug. Dort, im heutigen Neumünster, gründete er mit gleichgesinnten Priestern ein Augustiner-Chorherren-Stift. Die Priester machten sich daran, von Neumünster aus eine Region namens „Altholstein" zu christianisieren. In den historischen Quellen wird damit ein Gebiet bezeichnet, das von der Kieler Förde bis zum Mündungsgebiet von Alster, Pinnau und Krückau reicht. So beschreibt das historische Altholstein nahezu die Grenzen unseres Kirchenkreises heute.
Eine politische Einheit war Altholstein übrigens nur für eine kurze Zeit: von 1273 bis etwa 1330 existierte es unter dem Schauenburger Grafen Johann II.
Die Synode der beiden Kirchenkreises Neumünster und Kiel haben sich für den Namen „Altholstein" entschieden, weil sie zum einen ausdrücken wollten, dass ein wirklich neuer Kirchenkreis entsteht. Zum anderen betonen sie mit den Namen auch die Einheit, die nicht nur in den historischen Wurzeln liegt.


