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Siegel des Kirchenkreises Altholstein

 

 

Angedacht

Abwarten?

Manches Warten und Zur-Kenntnis-Nehmen fällt mir schwer. In der letzten Zeit haben mich oft die Nachrichten beunruhigt. Was wird mit der Demokratie in unserer westlichen Welt? Warten und nicht viel tun können angesichts von alternativen Fakten ist nicht leicht auszuhalten. Und auch der Blick gen Türkei, Syrien und Irak stimmt mich nicht positiver.

Aber ich weiß auch, dass Entwicklungen zu Frieden und Freiheit sich nicht beschleunigen lassen. Sie brauchen ihre Zeit. Darauf weist uns auch ein Gleichnis von Jesus hin, das an die Saat auf dem Feld erinnert. Wir können das Wachstum nicht beschleunigen, in dem wir an den Halmen ziehen. Die Pflanze wächst und bringt ihre Frucht von selbst zu ihrer Zeit. Das Tröstliche daran ist: die Saat geht nicht ein, sondern entfaltet sich beharrlich und unbeirrlich. Wo wir uns und anderen die nötige Zeit zugestehen, geschieht manches eben doch. Selbst Gerechtigkeit und Freiheit, diese beiden so anfälligen Pflanzen gedeihen, wo wir sie nicht nach unserem Zeitplan durchdrücken oder mit Gewalt implementieren.

Die Saat der Gerechtigkeit wird aufgehen. Diese Ermutigung von Jesus nehme ich in das Lesen der anderen Zeitungsnachrichten heute mit und lasse mich nicht von anderen Meldungen schrecken. Gerechtigkeit wird nicht überall sofort aufgeblüht sein, aber sie wird wachsen, allen Schreckensgeschehen zum Trotz, denn die Saat ist gesät. Gottes Reich der Freiheit und des Friedens ist im Kommen - auch und gerade in unsere Welt hinein. Mehr dazu in unseren Gottesdiensten am Sonntag!