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Siegel des Kirchenkreises Altholstein

 

 

Angedacht

Pastor Jonathan von der Hardt

Ich glaube...

...dass morgen die Sonne scheint,

...dass die Autobahn heute voll wird,

...dass ich den Schlüssel in der Hosentasche habe.

Oft sage ich "Ich glaube", wenn ich ausdrücken möchte, dass ich etwas für wahrscheinlich halte, mir aber nicht sicher bin. Mit dem Glauben an Gott hat das nichts zu tun. Wenn ich vom Glauben an Gott spreche, geht es auch nicht um ein Fürwahrhalten von überlieferten frommen Texten. Glauben an Gott heißt für mich, dass ich mich Gott anvertraue, mich ihm öffne, auch wenn ich ihn nicht sehen und nicht beweisen kann. Ich vertraue ihm.

Unendlich viele Menschen haben das vor mir getan. Sie haben Gottes Nähe in ihrem Leben erlebt, in schwerem Leid wie auch in großer Freude. Ich vertraue, dass Gott bei mir ist, dass er mich trägt und tröstet, was auch geschieht. Ich vertraue, dass er mich angenommen hat, so wie ich bin, mich liebt, mich in meinem Leben begleitet und vertraue darauf, dass mit meinem irdischen Tod mein Leben nicht endgültig endet. Zum Vertrauen gehört aber auch, dass ich mich loslasse und ich mich dem, dem ich vertraue, überlasse.

Vertrauen in Gott heißt, ihm meine Sorgen und Ängste Gott zu sagen. Sie verschwinden dann nicht wie von Zauberhand, aber erdrücken mich nicht mehr. Ich weiß Gott an meiner Seite.

Ich wünsche mir und ich wünsche Ihnen diese Erfahrung, dass die Sorgen und Ängste, vor Gott ausgesprochen, ihre erdrückende Kraft verlieren. Und ich wünsche Ihnen, dass Sie im Vertrauen auf Gott auch Schweres im Leben und Durststrecken besser ertragen können. Schon in der Bibel gibt es viele Geschichten von Menschen, die im Vertrauen auf Gott über sich selbst hinausgewachsen sind. Mit Gottvertrauen wird auch das Selbstvertrauen gestärkt. Dass so Ihr Vertrauen in Gott selbst wächst wünscht ich Ihnen.