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Siegel des Kirchenkreises Altholstein

 

 

Angedacht

Himmelfahrt - ok!

"Jetzt habe ich Himmelfahrt verstanden!" So reagierte ein Besucher nach der Predigt am Himmelfahrtstag. "Bisher spielte dieser Festtag nur eine Rolle als freier Tag. Weihnachten - ok: Jesus wird in einfachen Verhältnissen geboren! Ostern - ok: Jesus überwindet den Tod. Aber Himmelfahrt?"

Was hatte er gehört?

Zuerst wurde die biblische Geschichte nacherzählt. Jesus hatte letzte Worte an seine Jünger gerichtet. Sie waren begeistert. Nun sandte er sie in die Welt. Alle Menschen sollten es hören. Es gibt eine Hoffnung, die die Vorstellungen übersteigt. Allein die Liebe bleibt. Aber alle hatten sich daran gewöhnt, dass Jesus sichtbar unter ihnen lebte. Bei schwierigen Nachfragen: "Wenden Sie sich bitte direkt an den Chef." Das konnte nur ein Übergang sein. Die Botschaft der Liebe würde um die Welt laufen. Ein Mensch allein - selbst ein göttlicher - konnte das nie für alle sichtbar bestätigen. So verschwand Jesus vor ihren Augen. Er verschwand nicht ins Nichts. Er verschwand vor den Augen, nicht aus den Herzen. Aus der äußeren Sichtbarkeit in die innere Gewissheit. Überall. Dieser Jesus lebt nun in den Menschen. Er begleitet sie. Er macht es hell in ihrem Leben und in dieser Welt.

Manchen fällt das schwer zu glauben. Eine kleine Übung kann uns näher an diese Erfahrung führen. Suchen Sie sich einen vertrauten Platz. Stellen Sie sich einige Minuten vor, dass Gott an diesem Ort ist. Danach wechseln Sie die Sichtweise. Nun stellen Sie sich vor, dass Gott nicht da sei. - Wie fühlt sich das jeweils an? Was verändert sich? Was bedeuten die unterschiedlichen Erfahrungen für Ihr Leben? Zurück zur Himmelfahrt. Jesus sagt: "Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!". Auch wenn ihr mich mit den Augen nicht seht. Wir wissen es ja - mit dem Herzen sieht man sowieso besser! Ok?