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Siegel des Kirchenkreises Altholstein

 

 

Angedacht

Diakonin Silke Leng

 

Ich sehe was, was du

"Der Globale Süden ist sowohl von der Pandemie als auch von der Klimakrise am stärksten betroffen. Diese verschärfen die soziale Ungleichheit und lassen auch die Kinderarbeit steigen", schildert Nyagoy Nyong'o, Global CEO von Fairtrade International.

Jetzt sind die Fairen Wochen - sie laden ein, den Blick in die Welt zu wagen. Ich sehe: Kinder, die in den Plantagen Kakaoschoten ernten, damit das geringe Einkommen wenigstens zum Überleben der Familie reicht. Von einem Schulbesuch oder medizinischer Versorgung, gar einem Impfstoff gegen Covid 19 träumen diese Kinder nicht. Ich sehe: Junge Frauen, die im Akkord 120 Hemdkragen pro Stunde annähen, aber nur bei einem 12-Stunden-Tag genügend Einkommen zum Überleben haben werden. Toilettengänge oder gar Frühstückspausen bedeuten weniger Kragen angenäht, d.h. weniger Lohn. Ich sehe: Menschen, die nicht arbeiten können, weil sie keine Rohstoffe für ihr Produkt - pandemiebedingt - bekommen.

Ich sehe was, was du auch ändern kannst. Denn du hast es in der Hand, du hast die Wahl. #zukunft fairhandeln - eine Zukunft für alle Menschen - mit so kleinen Klimafolgen wie irgend möglich, mit Marktzugängen unter gerechten Bedingungen, #fairhandeln für Menschenrechte weltweit.

Das Johannes Evangelium verspricht ein gutes Leben für alle - dazu sind wir eingeladen, daran dürfen wir mitwirken. Durch unsere Haltung, durch unser Verhalten. Denn "was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber Schaden an seiner Seele nimmt". Ich sehe was, was du auch sehen kannst - Menschenrechte, Gerechtigkeit und ein gutes Leben für alle.