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Siegel des Kirchenkreises Altholstein

 

 

Angedacht

Diakonin Constanze Oetting

Zu Hause

"My home is my castle", mein Zuhause ist meine Burg. Hier so scheint es bin ich sicher vor Ansteckung. Gut nun sitzen wir also Zuhause. Mit unserer Familie, Partner oder Partnerin oder alleine. Und wie erleben wir unser Homecastle? Fällt uns schon die Decke auf den Kopf? Nehmen die Reibungen im Alltag zu?

Nicht alle haben eine große Wohnung oder ein Haus mit Garten, so dass man sich aus dem Weg gehen kann. Viele vermissen Freunde und Kolleginnen. Die Pflegebedürftigen in den Heimen warten vergeblich auf Besuch. Wir alle vermissen in diesen Tagen echte Begegnungen, die unseren Alltag lebendig machen. Wir wissen nicht, wie lange unser Zuhause unsere Burg sein wird, sein muss. Wir wissen nicht, wann unser Leben wieder wie gewohnt laufen wird. Wir wieder zur Arbeit oder Schule gehen können, wir wieder andere Leute treffen können. Das bereitet uns Sorgen.

Vielleicht können wir der Zwangspause jedoch auch etwas Positives abgewinnen. Nachdem die Hamsterkäufe abgeflaut sind, verlangsamt sich das Leben. Der Stress lässt nach, wir gewinnen Zeit. Unsere Seele bekommt ganz ungewohnt neuen Raum. Am Anfang von Psalm 62 heißt es: "Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht wanken werde."

Stille zu Gott, das ist gar nicht so einfach. Vor allem wenn wir es gewohnt sind, immer nach vorne zu schauen, zu planen und die nächste Aufgabe in Angriff zu nehmen. "Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre, der Fels meiner Stärke, meine Zuversicht ist bei Gott. Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht.", heißt es weiter in Psalm 62.

Das sind wunderbare Worte die uns auch durch diese Zeit von Corona tragen und begleiten können. Bleiben Sie gesund und behütet!