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Siegel des Kirchenkreises Altholstein

 

 

Angedacht

Zum Schulanfang

"Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt und noch jetzt verkündige ich deine Wunder!" Psalm 71,17

Schon seit einer Woche ist wieder normaler Alltag mit frühem Aufstehen, Schule und Hausaufgaben. Für die Erstklässler, die in dieser Woche in die Schule gekommen sind, ist das noch neu. Das regelmäßige Leben muss sich erst einspielen. In der Schule geht's ums Lernen: Buchstaben und Zahlen, Fertigkeiten und Zusammenhänge. Wir lernen lebenslang, wir lernen sicher auch viel unnützes Zeug. Und doch ist es gut, wenn man etwas kann und weiß, wenn wir nicht aufhören, uns die Welt vertraut zu machen und uns mit den verschiedensten Dingen auseinander zu setzen.

Es wird immer viel über die Schule diskutiert. Wir sind alle zur Schule gegangen und jeder kann dabei mitreden. Wir beklagen den Unterrichtsausfall und den frühen Leistungsdruck. Und wir erwarten doch, dass die Kinder gut auf's Leben vorbereitet werden, sie die Dinge ernst nehmen und eifrig Fortschritte machen. Das Lernen bestimmt das Leben der Kinder, aber nicht nur in der Schule lernen sie!

Ich möchte den Kindern wünschen, dass wir sie nicht nur in der Schule abgeben und es dort den Lehrern und Lehrerinnen überlassen, ob das Lernen gelingt, sondern dass da noch viel mehr Menschen um sie herum sind, von denen sie etwas lernen können: Eltern und Großeltern, Trainer und Freunde und zugewandte Menschen.

Was Kinder von uns lernen sollten (eine kleine Auswahl):

- die Namen von mindestens fünf Blumen und fünf Bäumen

- fünf schöne Lieder, von denen sie die ersten beiden Strophen auswendig kennen

- das Wissen, wie man einen Pinsel hält und wie man Farben mischt

- nicht nur lesen, sondern auch vor anderen laut vorzulesen

- einen Knopf annähen, einen Apfel teilen, eine Kerze anzünden ....

- Städte und Flüsse in Schleswig-Holstein

- ihren Zorn beherrschen und nicht mit Fäusten sondern mit Worten streiten

- Dummheit erkennen

- auch auf das hören, was mit leisen Worten gesagt wird

- dass einem nicht alles gelingt und wir doch manches geschenkt bekommen

- dass es jemanden gibt, der es gut mit uns meint.