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Siegel des Kirchenkreises Altholstein

 

 

Angedacht

Von Pastor Jonathan von der Hardt

Stress lass nach!

In 10 Tagen ist Weihnachten! Große Freude bei den Kindern, Stress lass nach bei den Erwachsenen. Alle Jahre wieder wollen die meisten Menschen diesen Vorweihnachtsstress wahrscheinlich vermeiden, und alle Jahre wieder gelingt das trotzdem nicht.

Vielleicht ist da der Gedanke hilfreich, dass die Ereignisse um die Geburt Jesu vor etwas über 2000 Jahren für seine Eltern auch stressig waren. Zumindest berichtet es der Evangelist Lukas so. Und das nicht nur, weil gerade die Geburt des ersten Kindes bei aller Vorfreude immer auch aufregend ist. Wegen einer Volkszählung mussten Maria und Josef, obwohl Maria hochschwanger war, sich auf die beschwerliche Reise von Nazareth nach Bethlehem machen.

Das waren etwa 160 km, damals auf schlechten Wegen, vermutlich ging Josef zu Fuß und Maria ritt auf einem Esel. Und dann geht in Bethlehem der Stress weiter: Maria merkt, dass die Wehen kommen, aber die beiden finden in keiner Herberge einen Platz, müssen schließlich auf einen Stall ausweichen. Also alles andere als behagliche Umstände.

Und auch das spätere Leben Jesu war keineswegs stressfrei. Er kannte ganz menschliche Nöte, Ängste und Sorgen, auch er kannte Belastungen.

Wenn wir zu Weihnachten die Geburt Jesu feiern, dann ist es also durchaus passend, dass das auch mit Stress einhergeht. Und trotzdem sind wir gerade Stress und Belastungen seit der Geburt Jesu nicht mehr machtlos ausgeliefert. Denn Jesus hat uns Menschen eine persönliche Beziehung zu Gott eröffnet und uns vermittelt, dass wir Gott wie einen Vater anreden können. Dass wir ihm unsere Sorgen im Gebet bringen können.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie gut durch die letzten 10 Tage bis Weihnachten kommen, und dass Sie, wenn der Stress zu groß wird, immer wieder Zeit finden für ein kurzes und erfrischendes Stoßgebet.