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Siegel des Kirchenkreises Altholstein

 

 

Angedacht

Darf man über den Tod lachen?

Darf man über den Tod lachen? Ja. Das darf man. Es ist sogar eine uralte österliche Tradition!

Der Pastor erzählt der Gemeinde Witze oder lustige Geschichten von der Kanzel herab. Damit das Schwere leicht wird. Manche Pastoren haben es so übertrieben, dass die Reformatoren diesen Osterbrauch verboten haben.

Ich hätte das gerne gesehen: Gackernde Geistliche, die so tun, als wären sie Hühner. Pastoren, die Kopfstand machen, um ihre Gemeinde zu erheitern ... In manchen Gegenden Deutschlands lebt dieser Brauch jetzt wieder auf. In Pastor_innen-Foren werden die besten Witze für Ostern ausgetauscht.

Eine kleine Auswahl

Nachdem ihr der Auferstandene begegnet ist und mit ihr gesprochen hat, stürzt Maria Magdalena sofort zu den Jüngern, um ihnen die Nachricht zu bringen. Die zweifeln noch. "Was hat er denn gesagt?" will Petrus wissen. - "Dass er echt sauer ist, wie du dich am letzten Freitag verhalten hast."

Oder: Warum waren es eigentlich die Frauen, die zuerst von der Auferstehung Jesu erfahren haben? - Weil Gott wollte, dass sich die Botschaft schnell herum spricht!

Oder:"Glauben Sie an eine Auferstehung nach dem Tode?", fragt der Chef. "Ich weiß nicht", stammelt der junge Angestellte verlegen, "warum wollen Sie das denn wissen?" - "Weil Ihr Großvater Sie am Telefon verlangt. Der, zu dessen Beerdigung Sie gestern frei hatten."

Wenn wir dann herzlich über Petrus oder uns selbst oder den Angestellten gelacht haben. Dann können wir viel eher begreifen, dass wir Ostern eigentlich über den Tod lachen. "Tod, wo ist Dein Stachel? Hölle, wo ist Dein Sieg?"

Humor hilft uns oft über die Katastrophen unseres Lebens hinweg. Ist aber bekanntlich auch Geschmacksache. Vielleicht war ja was für Sie dabei.