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Siegel des Kirchenkreises Altholstein

 

 

Synode

Altholstein gut aufgestellt

06.06.2017 | Die Synode des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein hat am Mittwoch im Anschargemeindehaus in Neumünster getagt. Mehr als 90 Kirchenparlamentarier haben sich dort ab 14 Uhr unter anderem zu Themen des Haushalts und der Gebäudestrukturplanung beraten, hinzu kamen viele interessierte Gäste.

Synodenpräsidium, Pröpste und Kirchenkreisrat singen in der Andacht
Vor der Diskussion kommt die Andacht

In Kontakt mit den Menschen, gut strukturiert und spirituell kreativ. So schilderte Propst Kurt Riecke in seinem Bericht zu Beginn der Synode die Entwicklungen in der Propstei Süd des Kirchenkreises und dem Zentrum kirchlicher Dienste. Er lobte die Leistung in Diensten und Werken trotz struktureller und baulicher Veränderungen. So ist beispielsweise der Umbau des Annemarie-Grosch-Hauses in Neumünster fast abgeschlossen und das Kindertagesstättenwerk nun mit zwei Leitungsstellen breiter aufgestellt.

Dort und in den Bereichen Jugend, Ökumene, Schule, Arbeit, Frauen, Seelsorge und Beratung steht für Riecke die erfolgreiche Arbeit für, mit und an den Menschen im Vordergrund. In dieser Arbeit bei aller Offenheit für andere Kulturen das evangelische Profil sicherzustellen, sei eine wichtige Aufgabe. Nicht zuletzt sorgten dafür auch die Kirchengemeinden, deren gelebte Spiritualität in der Propstei Süd besonders ausgeprägt sei. Erfreut nahm Propst Riecke das gute Vertrauen der Menschen in die Diakonie Altholstein zur Kenntnis. Diese habe sich und dem Kirchenkreis über geografische Grenzen hinaus einen guten Ruf verschafft.

Erhöhten Erklärungsbedarf gab es für die Synodalen bei einem anderen Tagesordnungspunkt, der Feststellung des Jahreshaushaltes aus dem Jahr 2015. Der Kirchenkreis Altholstein hatte in diesem Haushaltsjahr von der kameralistischen auf die kaufmännische Buchführung umgestellt, was viele Änderungen in der Erfassung von Vermögenswerten und Verpflichtungen nach sich zieht. Die Kameralistik ist eine Art der Buchführung, die traditionell öffentlichen Verwaltungen angewandt wird. Verwaltungschef Ralf Stolte zeigte sich zuversichtlich, dass die Umstellung spätestens im Haushaltjahr 2018 vollendet sein wird. Die Synode beschloss die Jahresrechnung 2015 mit großer Mehrheit und einer Bilanzsumme von 65.620.717,18 Euro. Matthias Gemmer, Mitglied im Kirchenkreisrat und Finanzausschuss bescheinigte: "Der Kirchenkreis ist insgesamt gut aufgestellt."

Nach der Kaffeepause beschlossen die Kirchenvertreter in Neumünster eine Änderung der Satzung für Altholsteiner Friedhöfe. Wenn Hinterbliebene ein Grab soweit vernachlässigen, dass Gefahren entstehen, etwa durch kaputte Fundamente, so darf der Friedhof dies selbst in Ordnung bringen. Darüber hinaus darf er die anfallenden Arbeiten den Mietern der Grabfläche in Rechnung stellen. Die Änderung betrifft ausschließlich Friedhöfe in Trägerschaft des Kirchenkreises, wo bisher eine solche Rechtsgrundlage fehlte.

Grundlagen liefern soll auch die Analyse aller kirchlichen Gebäude im Kirchenkreis Altholstein. Propst Thomas Lienau-Becker informierte die Synodalen über den Stand der Dinge: Zurzeit erfassen die ersten vier "Pilot-Kirchengemeinden" gemeinsam mit externen Experten ihre Immobilien, etwa nach Energieverbrauch und Sanierungsbedarf, aber auch nach Nutzung, Einzugsbereich und Perspektiven. Ziel ist eine fundierte Gebäudestrukturplanung, die dabei hilft, das Klimaschutzgesetz der Nordkirche umzusetzen, welches eine CO2-Neutralität bis 2050 anstrebt. Das hatte die Synode Altholstein im letzten November beschlossen. Bis Ende 2018 sollen möglichst alle 53 Kirchengemeinden und rund 330 Kirchen, Pastorate, Kitas und andere Gebäude einen solchen Prozess durchlaufen haben.