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Aus dem Leben als Kindersoldat

13.11.2017 | Zu Vortrag und Lesung über das Schicksal von Kindersoldaten kommt der ehrenamtliche UN-Botschafter Junior Nzita Nsuami nach Neumünster.

Junior Nzita Nsuami
Junior Nzita Nsuami möchte Kindersoldaten aus ihrer Zwangslage befreien.

Ein zwölf Jahre alter Junger spielt im November 1996 mit seinen Freunden Fußball als plötzlich Schüsse fallen. Wenig später verfrachten Männer in Tarnanzügen die Kinder wie Vieh auf einen Lastwagen. Sie werden als Kindersoldaten zum Kampf im Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo missbraucht.

Darüber spricht am Sonnabend, 25. November, um 16 Uhr in Neumünster Junior Nzita Nsuami. Der heute ehrenamtliche UN-Botschafter und damals kongolesische Kindersoldat kommt ins Annemarie-Grosch-Haus, Am Alten Kirchhof 5. Er erzählt von Grausamkeiten und Misshandlungen, die er während seiner zehn Jahre in der Armee erlebt hat, von Gewaltmärschen und Kämpfen, die er nur überstand, weil ihm vorher Drogen verabreicht wurden. Es sind Geschichten der rund 30.000 Kindersoldaten, die Junior Nzita Nsuami auch in einem Buch niedergeschrieben hat, das bereits in mehreren Sprachen erschienen ist.

Heute versucht der 32-Jährige mit großem Mut, Kinder aus dieser Zwangslage zu befreien und hat eigens das Hilfswerk "Paix pour l'enfance" (Frieden für die Kindheit) gegründet.

Karten für die zweieinhalbstündige Lesung mit Vortrag "Wenn ich mein Leben als Kindersoldat erzählen könnte" gibt es im Vorverkauf im Weltladen Neumünster und in der Buchhandlung Trio zum Preis von 5 Euro. Anmeldung auch bei Silke Leng von der Ökumenischen Arbeitsstelle des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein unter silke.leng@altholstein.de.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Internationalen Versöhnungsbund statt.