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Kirchengemeinden

Ein Gottesdienst für alle

04.12.2019 | Ab 2020 feiert die Kieler Friedensgemeinde sonntags einen gemeinsamen Gottesdienst, das hat der Kirchengemeinderat beschlossen. Statt parallel mehrere Veranstaltungen an verschiedenen Standorten abzuhalten, wird nun vereint abwechselnd in der Heilandskirche, in St. Jürgen und in der Vicelinkirche gefeiert. Ein Shuttleservice sammelt die Menschen ein, die nicht so mobil sind zwischen Südfriedhof und Bahnhof.

Pastor Christian Sievers, Pastorin Maria Paschen, Eckhard Adamus, Axel Bartelt, Pastor Uwe Kraupner
Pastor Christian Sievers, Pastorin Maria Paschen, Eckhard Adamus, Axel Bartelt, Pastor Uwe Kraupner

"Wir möchten, dass unsere Gemeinde mehr zusammenwächst", erklärt Pastorin Maria Paschen. "In den gemeinsamen Gottesdiensten werden wir uns mehr begegnen und mehr ins Gespräch kommen." Jede der drei Kirchen der vor vielen Jahren fusionierten Gemeinde bekommt ab dem neuen Jahr feste Sonntage im Monat zugewiesen, an denen der 10 Uhr Gottesdienst stattfindet: Den 1. Sonntag kommen die Gläubigen in die Heilandskirche, den 2. nach St. Jürgen, den 3. in die Vicelinkirche, den 4. wiederum in der Heilandskirche, diesmal zum Familiengottesdienst. Im Anschluss gibt es jeweils Schnack und Kaffee. Darüber hinaus feiert die Gemeinde zwei Abendgottesdienste im Monat, jeweils um 18 Uhr. Am 2. Sontag einen meditativen oder Jugendgottesdienst in der Vicelinkirche sowie einen musikalischen Gottesdienst jeden 4. Sonntag im Monat in der St. Jürgen-Kirche. Feiertage und Ferienzeiten werden extra geplant.

Seit zwei Jahren beschäftigt sich der Kirchengemeinderat bereits damit, wie sie als vereinte Friedensgemeinde alte Gebietsgrenzen rund um die Kirchengebäude überwinden kann. Gemeinsame Gottesdienste sind nun ein erster Schritt. "Früher haben wir uns mit den Angeboten in der eigenen Gemeinde gegenseitig Konkurrenz gemacht, man möchte aber doch nichts verpassen", sagt der Ehrenamtliche Axel Bartelt. Dass es anders geht, zeige die Sommerkirche, ergänzt sein Kollege im Kirchengemeinderat, Eckhard Adamus: "In den Ferien gab es schon zentrale Gottesdienste. Und es war ein gutes Gefühl, zu sehen, wir sind viel mehr, wenn wir alle zusammen kommen." Egal ob Musik-, Jugend- oder Meditationsgottesdienste, die Vielfalt bleibe erhalten, verspricht Pastorin Maria Paschen. "Jeder Standort wird gleichwertig berücksichtigt und wir wollen in Fülle Gottesdienst feiern."

Die neue Planung der Friedensgemeinde ist nicht unumstritten, gerade ältere Menschen hängen an ihrem Kirchengebäude. "Wir verstehen diese Gefühle", erklärt Adamus, "aber wir appellieren an jede und jeden einzelnen, mit uns etwas Neues zu wagen."

Für den Transport zur jeweiligen Kirche ist gesorgt, wer nicht so mobil ist, nutzt den Shuttleservice. Jeden Sonntag um 9:45 Uhr können Besucher zu ihrer gewohnten Kirche kommen, auch wenn dort kein Gottesdienst gefeiert wird. Die Transportkosten von dort übernimmt die Kirchengemeinde, das Shuttle zurück fährt entweder direkt nach dem Gottesdienst oder nach dem Kirchenkaffee, je nach Absprache.