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Kirche weltweit

Eine Stimme gegen Unrecht

04.08.2019 | Der philippinische Bischof Antonio Ablon hat in seiner Predigt am Sonntag (4.8.) in der Kieler St. Nikolai Kirche den Landraub an den indigenen Völkern in seinem Land angeprangert.

Propst Stefan Block und Bischof Antonio Ablon
"Sie sind für uns die Stimme der Lumad!" Propst Stefan Block (l.) dankte Bischof Antonio Ablon.

Der Vertreter der Unabhängigen Philippinischen Kirche setzt sich in seinem Heimatland zum Beispiel für die Rechte der Lumad ein. Diesem Stamm würden im Interesse von multinationalen Firmen mit Täuschung und falschen Anklagen das Land ihrer Ahnen weggenommen, so der Geistliche. Wer sich gegen Plantagen und Tagebau wehre, werde mit Gewalt eingeschüchtert, auch von der eigenen Regierung.

"Wir müssen die Propheten unserer Zeit werden", betonte Ablon in seiner Predigt. Man müsse in der Lage sein, "zu sagen, dass europäische Investitionen Ursache für Verarmung und Morde auf den Philippinen und an anderen Orten sind!" Auch der 45-jährige Bischof und seine Mitarbeiter werden in ihrer Heimat diffamiert und bedroht. Aufgeben kommt ihm aber nicht in den Sinn: "Als Christen ist es die uns gegebene Aufgabe, denn zu helfen, die in Not sind!"

Antonio Ablon ist drei Monate in der Nordkirche zu Gast. Im Rahmen seiner Reise spricht er auch vor dem EU-Parlament und dem Europäischen Gerichtshof.