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Siegel des Kirchenkreises Altholstein

 

 

Gottesdienst

Gedenken an NS-Opfer

23.01.2019 | Anlässlich des 74. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau laden der Kirchenkreis Altholstein, die katholische Kirche, der Runde Tisch für Toleranz und Demokratie sowie die Stadt Neumünster gemeinsam zu einer Gedenkveranstaltung ein.

Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau
Baracken auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau

Gottesdienst mit jüdischen Kantor

Am Sonntag, 27. Januar 2019, um 10 Uhr findet zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zunächst ein ökumenischer Gottesdienst in der Neumünsteraner Vicelinkirche statt. Die Predigt hält Propst Stefan Block. Das besondere Gedenken, dass in jedem Jahr einer anderen Opfergruppe gewidmet ist, gilt in diesem Jahr den Opfern der Shoa - der Ermordung der Juden in den Konzentrationslagern. Der Kantor Joshua Pannbacker der Synagoge in Kiel wird in dem Gottesdienst mitwirken mit Gebeten und dem jüdischen Trauerritual. "Den versuchten Völkermord der Nationalsozialisten an den jüdischen Menschen dürfen wir nie vergessen. Ich bin sehr dankbar für die Teilnahme von Kantor Pannbacker aus der jüdischen Gemeinde Kiel an dem ökumenischen Gottesdienst. Das ist auch ein wichtiges Zeichen gegen neuen Antisemitismus und Rassismus in Deutschland", formuliert Propst Stefan Block.

Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

Um 11:30 Uhr folgt dann eine Gedenkfeier im Foyer des Neuen Rathauses mit anschließender Kranzniederlegung im Innenhof des Rathauses. Die Gedenkrede hält Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger. "Wir wollen ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Krieg setzen. Ich hoffe, dass sich viele Menschen sowie Vereine und Verbände an der Gedenkfeier und dem Gottesdienst beteiligen", so Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras.

Mehrgenerationenfilm

Der Runde Tisch für Toleranz und Demokratie zeigt um 17 Uhr im KDW am Waschpohl das französisch-belgische Kinder-Kriegsdrama "Fannys Reise" von 2016, das auf einem autobiographischen Buch von Fanny Ben Ami beruht. Der Film ist ein "Mehrgenerationenfilm", der von Eltern und Großeltern zusammen mit ihren Kindern beziehungsweise Enkeln besucht werden kann.