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Siegel des Kirchenkreises Altholstein

 

 

Synode

Haushalt, Kirchenmusik & Propst Süd

19.11.2019 | Der Haushalt 2020, die Unterstützung der Kirchenmusik und die Verlängerung von Propst Kurt Rieckes Amtszeit in Bad Bramstedt: Mit diesen und weiteren Themen befasst sich die Synode des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein am Mittwoch, 27. November.

Christian Dahl, Almut Witt, Simone Pottmann (v. l.)
Pastor Christian Dahl, Pröpstin Almut Witt, Pastorin Simone Pottmann (v. l.)

Kleine rote Null

Zum ersten Mal tagt das Kirchenparlament in Henstedt-Ulzburg, den ganzen Tag sind die 110 Synodalen zu Gast bei der Kirchengemeinde St. Petrus auf dem Rhen. Eine "kleine rote Null" nennt es Pastor Christian Dahl. Zum ersten Mal geht der langjährige Vorsitzende des Finanzausschusses für den Haushalt 2020 von einem kleinen Minus für die 53 Gemeinden Altholsteins aus. "Wir haben 2,7 Millionen Euro aus der Rücklage genommen, um den Rückgang der Einnahmen abzufedern", erklärt Dahl den Haushaltsentwurf. "Wenn man berücksichtigt, dass gleichzeitig die Personalkosten gestiegen sind, ist das schon ein erheblicher Einschnitt."

Geschuldet ist dies nicht zuletzt der Tatsache, dass die für den Kirchenkreis Altholstein zur Verfügung stehenden Mittel 2020 leicht zurückgehen werden, auf voraussichtlich 34 Millionen Euro. "Jeden zwanzigsten Euro stecken wir in die Evangelischen Kindertagesstätten", hebt Dahl hervor. Insgesamt rechnet er mit mehr als zwei Millionen Euro an Ausgaben, damit Mädchen und Jungen weiterhin mit Gott groß werden können.

Förderung der Kirchenmusik

Ein Posten taucht neu im Haushaltsentwurf für 2020 auf. Knapp 120.000 Euro sind für die Kirchenmusik vorgesehen, um eine "gleichmäßige Verteilung von Stellen für den gesamten Kirchenkreis zu gewährleisten". So steht es in einem Konzept, das der Synode zur Beratung vorliegt. "Wir wollen dadurch qualitativ gute Arbeit in den Kirchengemeinden unterstützen und sicherstellen, dass unsere Kantorinnen und Kantoren auch davon leben können", erläutert Pröpstin Almut Witt, die Vorsitzende des Kirchenkreisrates Altholstein.

Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag über acht Kirchengemeinden, die gefördert werden könnten. "In diesen Orten gibt es eine kirchenmusikalische Tradition, und sie strahlen in die Region aus. Außerdem haben wir uns die Qualität der Instrumente und der Gruppen angesehen sowie die Zahl der Veranstaltungen", beschreibt Witt einige der Auswahlkriterien. Angedacht ist, dass im Süden des Kirchenkreises die Kirchengemeinden Bad Bramstedt und Kaltenkirchen von der Förderung profitieren.

Verlängerung von Propst Kurt Riecke

Zur Sitzung des Kirchenkreisparlamentes am 27. November hat sich auch Nordkirchen-Bischof Gothart Magaard auf dem Rhen angekündigt. Der Grund: Die Synode befindet über die Verlängerung von Propst Kurt Riecke. "Seine Amtszeit läuft regulär zum 31. Juli 2020 aus", stellt Simone Pottmann fest. Die Kaltenkirchener Pastorin ist gleichzeitig stellvertretende Präses der Synode. "Er hat nun einen Antrag gestellt, ihn bis Ende Mai 2021 als Propst in Bad Bramstedt zu verlängern." Dann hätte Riecke das entsprechende Alter erreicht, um geregelt in den Ruhestand zu gehen.

Mit einem Gottesdienst beginnt die Synode um 9 Uhr morgens. Präses Pottmann rechnet nicht damit, dass sie vor 18 Uhr abends zu Ende sein wird. "Wir haben eine lange Tagesordnung", wirft die Pastorin den Blick voraus. "Wir befassen uns beispielsweise mit der Pfarrstellenplanung. Wir entscheiden darüber, ob wir die Kitas zweier Kirchengemeinden in Neumünster in unser Kindertagesstättenwerk aufnehmen. Und gespannt bin ich auch auf den Bericht der neuen Vorsitzenden des Kirchenkreisrates."