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Altholstein weltweit

Hilfe für Flutopfer

11.05.2020 | "Ich bin tief betroffen", sagt Propst Stefan Block. Aus der Demokratischen Republik Kongo erreichen ihn schlechte Nachrichten: "Als wären unsere Geschwister nicht schon durch das Coronavirus genug gebeutelt, hat sich dort eine Überschwemmungskatastrophe ereignet."

Flut im Kongo
Nach starken, langanhaltenden Regenfällen ist der Fluß Kongo massiv über die Ufer getreten.

Seit vielen Jahren verbindet eine Partnerschaft Kirchengemeinden in Neumünster mit dem Kongo, auch der Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein hat einen direkten Draht in das afrikanische Land. "Deshalb stellen wir 4500 Euro aus unserem Nothilfefonds für unsere Partnerkirche zur Verfügung. Zusätzlich spendet die Neumünsteraner Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde weitere 3000 Euro", erklärt der leitende Geistliche. Noch einmal Unterstützung erhalten die Partner im Kongo aus dem Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche, das seinerseits 5000 Euro für die Flutopfer überweist. Last but not least fließt die Kollekte der Gottesdienste vom vergangenen Sonntag teilweise in den Kongo.

Wochenlange Unwetter mit Starkregen haben dort unzählige Menschen obdachlos gemacht. Die Stadt Malemba Nkulu am Fluss Kongo steht zu großen Teilen unter Wasser. "Mit unseren Freunden dort haben wir vor mehreren Jahrzehnten die Partnerschaft gegründet, mit ihnen fühlen wir uns besonders verbunden", erläutert Stefan Block.

Berichten aus Malemba Nkulu zufolge sind allein dort mehr als 4000 Menschen betroffen und mehr als 500 Häuser zerstört. "Unsere Spenden sollen nun den Familien der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in der Stadt zu Gute kommen, die am stärksten von der Überschwemmungskatastrophe betroffen sind", kündigt der Neumünsteraner Propst an. Die Flutopfer sollen möglichst schnell wieder ein Dach über dem Kopf bekommen und mit Lebensmitteln versorgt werden. Auch die Verbreitung von Krankheiten wie Malaria solle verhindert werden.

"Unsere Gemeinden im Kirchenkreis Altholstein sind mit unseren Geschwistern durch ein WhatsApp-Netzwerk mit einander verbunden und beten auch in dieser schwierigen Zeit füreinander", versichert Block.