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Kieler Claus-Harms-Kirche entwidmet

22.09.2019 | "Ich bin gekommen, um meiner Kirche Tschüss zu sagen", erzählt eine junge Frau dem Nordkirchen-Bischof Gothart Magaard. Er ist an diesem Sonntagmorgen (22.09.) in den Kieler Stadtteil Hammer gekommen, um die Claus-Harms-Kirche zu entwidmen.

Entwidmung Claus-Harms-Kirche Kiel
Mitglieder der Ev.-Luth. Claus-Harms-Kirchengemeinde tragen die Osterkerze und alle weiteren gottesdienstlichen Utensilien aus der Kirche.

Nahezu alle Plätze sind besetzt, rund 200 Menschen feiern noch einmal einen Gottesdienst mit Abendmahl, gemeinsam mit den beiden Pastorinnen und dem Pastor der Ev.-Luth. Claus-Harms-Kirchengemeinde, mit Propst Stefan Block vom Kirchenkreis Altholstein und mit Gothart Magaard.

Der Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein weiß, wie wichtig es ist, die Menschen bei diesem Schritt zu begleiten. "Jeder verbindet eigene, oft wichtige Erinnerungen mit dieser Kirche", spricht er es in seiner Predigt aus. Das könne etwa eine Taufe sein, die Konfirmation oder der Raum selbst sein, als ein Ort der Stille und des Gebetes. Doch nun gelte es loszulassen und neue Wege zu gehen. Für die Claus-Harms-Kirche heißt das: Die Osterkerze, die Abendmahlskelche und alle weiteren gottesdienstlichen Utensilien werden von Gebeten begleitet aus dem Raum getragen, die Türen verschlossen. Mit einem gemeinsamen Lied endet die Entwidmung.

"Die Vorstellung, dass hier bald ganz viele Kinder sein werden, finde ich eine schöne, eine tröstende Perspektive", fasst es Bischof Magaard zusammen. Denn die Kirche wird zur Kindertagesstätte umgebaut, zur evangelischen Kindertagesstätte, wie der leitende Geistliche betont. Wo nun zum letzten Mal Gottesdienst gefeiert wurde, sollen bald zwei weitere Gruppen der "Kleinen Kirchenmäuse" entstehen. Bereits jetzt belegt diese Einrichtung einen Teil des Gemeindegebäudes.