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Lungert nicht rum - Ansgarkreuz für Gisela Koeppel-Plath

11.02.2021 | "Ich bin erschrocken, als ich gehört habe, dass ich das Ansgarkreuz bekommen soll", sagt Gisela Koeppel-Plath. Diese Auszeichnung der Nordkirche steht für außerordentliches, ehrenamtliches Engagement.

Gisela Koeppel-Plath
Pünktlich zu ihrem 80. Geburtstag erhält Gisela Koeppel das Ansgarkreuz.

Am Sonntag, 21. Februar, nimmt Gisela Koeppel-Plath sie in Empfang, überreicht von Pröpstin Almut Witt in einem Gottesdienst in der Kieler Vicelinkirche um 10 Uhr. "Dabei war doch eigentlich alles selbstverständlich, was ich getan habe. Dafür muss ich nicht irgendeinen Orden bekommen", meint Geehrte selbst.

Verantwortung im Kirchengemeinderat

Doch das sieht die Friedenskirchengemeinde anders, die Koeppel-Plath für das Ansgarkreuz vorgeschlagen hat. Kein Wunder, bei der langen Liste an Aufgaben, welche die Ehrenamtliche in den vielen Jahren übernommen hat. Da wäre zum Beispiel ihr Engagement im Kirchengemeinderat: Im Jahr 1990 fing Koeppel-Plath als "einfaches" Mitglied an und übernahm von 2007 bis 2013 den Vorsitz dieses Gremiums samt seiner großen Verantwortung. Auch der Synode des Kirchenkreises Altholstein gehörte sie über Jahre an.

"Die Kirchengemeinde ist eine Art Zuhause für mich, und in vieles bin ich einfach so reingerutscht", erzählt Koeppel-Plath. So wie etwa in den Bibelgesprächskreis, den sie seit den 90er Jahren leitet. Hier möchte sie statt einzelner Verse die Zusammenhänge begreifen. "Für den Bibelkreis besorge ich mir Literatur, setze mich mit dem Text auseinander und versuche, alles verständlich weiterzugeben", berichtet die ehemalige Gymnasiallehrerin. Wegen Corona macht die Gruppe gerade Pause.

"Es ist klar, dass ich komme ...

Durch das Virus lässt sich Koeppel-Plath jedoch nicht vom Gottesdienst abhalten. Die engagierte Ehrenamtliche steht sonntags als Lektorin am Pult, sie gestaltet das Liedblatt, und wenn Not an der Frau ist, übernimmt sie die Aufgabe der Küsterin. "Es gibt viele Menschen, denen der Gottesdienst in der Kirche auch während Corona wichtig ist. Und da ist es klar, dass ich komme."

Praktisch hineingerutscht ist Koeppel-Plath auch in den Job der Webmasterin. Von Anfang an bis heute betreut sie die Internetseiten der Kirchengemeinde. "Mein erster Computer war ein Atari, der kleine Bömbchen geworfen hat, wenn er abgestürzt ist", lacht sie. Von Anfang an setzte die ehemalige Lehrerin den Rechner konsequent in der Schule ein, folglich auch in der Kirchengemeinde.

Bis heute layoutet Koeppel-Plath am PC auch den Gemeindebrief. Mit vier Frauen zusammen bildet sie seit mehr als 15 Jahren die Redaktion des Blattes.

Zeitweise hätte man Gisela Koppel-Plath auch mit der Gemeindesekretärin verwechseln können. Denn als es mal einen Engpass im Büro gab, half sie dort wie selbstverständlich aus.

Lungert nicht herum, macht euch nützlich

Musikalisch ist die Ehrenamtliche übrigens auch. Anfang der 90er trat sie der Flötengruppe der Gemeinde bei. Aus dieser wurde das Flötenorchester und aus der Altflötenspielerin Koeppel-Plath die Frau an der wuchtigen Bassflöte.

"Lungert nicht rum, macht euch nützlich." Diesen Spruch aus ihrer Kindheit hat sie verinnerlicht. In wenigen Tagen wird sie nun 80 Jahre alt. Vor diesem Hintergrund klingt der Spruch fast wie ein Lebensmotto, wenn sie sagt: "Es macht Freude, etwas für andere zu tun. Es macht mir Freude, mit anderen zusammen etwas zu verbessern. Und solange ich das kann, und man es noch will, mache ich weiter."

Anmeldung zum Gottesdienst

Wenn Pröpstin Almut Witt das Ansgarkreuz am 21. Februar an Gisela Koppel-Plath verleiht, dürfen wegen der Corona-Beschränkungen nur 50 Menschen am Gottesdienst teilnehmen. Deshalb ist eine Anmeldung im Gemeindebüro der Friedenskirchengemeinde erforderlich, unter Tel. (0431) 12 96 57.