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Kindertagesstätten

Mehr Platz für die Kirchenzwerge

01.09.2017 | Die Kindertagesstätte Kirchenzwerge des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein im Kieler Stadtteil Kronsburg bekommt ein neues Gebäude. Derzeit läuft ein Architektenwettbewerb um den besten Entwurf, dessen Sieger in der zweiten Septemberhälfte feststehen soll. Der Startschuss für den rund 2,5 Millionen teuren Neubau könnte noch 2017 fallen.

Ute Sündermann (links), Jens Beckmann
Die Container sollen bald der Vergangenheit angehören, wünschen sich Ute Sündermann (links) und Pastor Dr. Jens Beckmann.

"Wirklich schön sind die Container nicht, aber wir haben uns alle Mühe gegeben, sie freundlich einzurichten", sagt Ute Sündermann und deutet auf die weißen Kästen entlang der Barkauer Straße. Hier hat die Regionalleitung des Kindertagesstättewerks des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein die 36 Kirchenzwerge übergangsweise untergebracht, nur wenige Meter vom bisherigen Gebäude der Einrichtung entfernt. "Wir haben im Spätherbst 2016 ein Feuchtigkeitsproblem in den Räumen der Kita festgestellt und mussten handeln. Denn Schimmel kann die Gesundheit der Kinder beeinträchtigen", begründet Sündermann den Umzug in die Container im darauffolgenden April.

Währenddessen lotete ihr Chef, der Leiter des Zentrums kirchlicher Dienste Altholstein (ZekiD), Pastor Dr. Jens Beckmann, die verschiedenen Möglichkeiten aus: Sanierung, Erweiterung oder gleich Neubau? "Denn die Stadt Kiel sucht händeringend Plätze für die Kinderbetreuung in Kronsburg und möchte die Kapazitäten an diesem Standort gerne erweitern", erklärt Beckmann.

Mehr als doppelt soviele Plätze

So fällt schließlich der Entschluss, einen Neubau anzugehen. Rund 2,5 Millionen soll er kosten, finanziert durch öffentliche Gelder. "Wir planen fünf Gruppen für insgesamt 84 Jungen und Mädchen, also für mehr als doppelt so viele Kinder wie bisher", erläutert der Leiter des ZekiD. Im Empfangsbereich des Neubaus möchte er außerdem ein Elterncafé unterbringen. "Die Kirchenzwerge sollen ein offenes Haus der Begegnung werden, wo man sich austauschen oder verabreden kann", betont Beckmann. Im engen Kontakt zwischen Vätern, Müttern und Personal sieht der Pastor das Geheimnis für eine gelingende Kitaarbeit und eine "großartige Chance neue Akzente im Stadtteil zu setzen".

Nichts ändern soll sich am religionspädagogischen Konzept der Kindertagesstätte. "Da bauen wir weiterhin auf das Engagement der Kirchengemeinde, die wir als Träger selbstverständlich dabei unterstützen werden", sagt Regionalleitung Ute Sündermann zu.

Kreuzkirchengemeinde stellt Bauplatz zur Verfügung

Die Kreuzkirchengemeinde ist es auch, die den Bauplatz im Erbbaurecht zur Verfügung stellt: eine Rasenfläche unweit von Kirche und Gemeindehaus, wo der zweigeschossige Bau entstehen soll.