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Altholstein weltweit

Nordlichter zum Kirchengeburtstag im Kongo

09.07.2018 | Auf nach Lubumbashi! Die Ev.-Luth. Kirche im Kongo feiert Geburtstag. Acht Frauen und Männer aus Boostedt und Neumünster gratulieren persönlich vor Ort, sie machen sich ab dem 16. Juli auf den Weg. In einem Gottesdienst in Boostedt wurden sie jetzt als Vertreter der Kirchengemeinde Boostedt und des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein von Propst Stefan Block offiziell entsandt.

Acht Frauen und Männer aus dem Kirchenkreis vor ihrer Abreise in den Kongo
Gute Reise! Propst Stefan Block (Mitte hinten) segnete die Reisenden zum Abschied: v.l. Hartmut David, Thomas Lemke, Sybille Fliegner, Julia van Aswegen, Christiane Ellger, Dr. Cay Nebendahl, Dagmar Drummen, Silke Leng

Anlass für die Reise der Norddeutschen ist das 50. Jubiläum, welches die Kongolesische Kirche, die damals aus der Tansanischen Kirche hervorgegangen ist, im Juli feiert. Altholstein pflegt seit Jahrzehnten eine Partnerschaft mit den Afrikanern. "Das ist uns wichtig", betonte Propst Stefan Block in seiner Ansprache bei der Entsendungsfeier: "Kirche, die nicht ökumenisch und somit weltweit wirkt, kann eigentlich nicht Kirche sein." Block, der selbst auch bereits den Kongo besucht hat, erinnerte an die Anfänge dieser Partnerschaft sowie an gute und schwierige Zeiten. Schließlich wünschte er der Delegation schmunzelnd "ganz viele Abenteuer, die gut ausgehen!"

Die Schleswig-Holsteiner haben viel vor, treffen alte Freunde, besuchen unter anderem das Medizinische Zentrum in Lubumbashi und das Kasapa-Projekt. Dort kochen einheimische Frauen für Gefängnisinsassen einmal die Woche eine warme Mahlzeit, finanziert durch den Kirchenkreis.

Diakonin Silke Leng arbeitet in der Ökumenischen Arbeitsstelle des Kirchenkreises und war bereits häufiger im Kongo. Am 19. sei das Fest zum Jubiläum, erklärte sie bei der Entsendung: "Wir werden dann bei den Feierlichkeiten irgendwo in der dritten Reihe sitzen und zusehen, was da passiert". Eine andere Gruppe norddeutscher Kirchenvertreter um Landesbischof Gerhard Ulrich startet fast zeitgleich wie die Altholsteiner die Reise, einige Unternehmungen sind gemeinsam geplant.