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Friedhöfe Neumünster

"Viel Spaß mit dieser Mauer"

22.05.2019 | Eher unfreiwillig hatte Neumünsters Oberbürgermeister Olaf Tauras die Lacher auf seiner Seite: "Ich wünsche uns viel Freude mit dieser Mauer", rief er den knapp vierzig Gästen beim Festakt am Dienstag zu. Sie alle waren gekommen, um die gelungene Sanierung jener historischen Mauer zu feiern, die den Neumünsteraner Nordfriedhof auf einer Länge von 270 Metern umschließt.

Propst Stefan Block, Uwe Kröger, Pastorin Simone Bremer, Oberbürgermeister Olaf Tauras, Friedhofsleiter Peter Lang (v. l.)
Anstoßen auf eine gelungene Sanierung: Propst Stefan Block, Uwe Kröger, Pastorin Simone Bremer, Oberbürgermeister Olaf Tauras, Friedhofsleiter Peter Lang (v. l.)

Und ganz falsch lag Oberbürgermeister Tauras mit seiner Bemerkung nicht. Schließlich fällt das repräsentative Backsteinmomument gleich jedem ins Auge, der aus östlicher Richtung in die Stadt hineinfährt. Die Witterung hatte der zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichteten Mauer stark zugesetzt. Regen war in die Fugen eingedrungen, hatte Steine herausfallen lassen - überhaupt war das Bauwerk in Gänze von einem grünlichen Belag überzogen.

Betonhäubchen für die Pfeiler

Das sollte nun nicht mehr passieren. "Alle Pfeiler haben nun eine Haube aus Beton erhalten mit einem Überstand und einer Tropfkante, so dass der Regen nicht mehr an der Mauer herunterlaufen und sie beschädigen kann", erläuterte Uwe Kröger stolz. Als ehrenamtlicher Vorsitzender des "Vereins zur Förderung der Grabdenkmale der Friedhöfe des Kirchengemeindeverbandes Neumünster" - kurz Friedhofs-Förderverein - hatte er die Ehre den Festakt zu eröffnen. Drei Jahre lang sanierten Handwerker verschiedener Gewerke in drei Bauabschnitten die Mauer. "Und dafür haben wir nicht, wie nach den ersten Schätzungen gedacht, 320.000 Euro gebraucht, sondern sind mit 250.000 Euro ausgekommen", freute sich Kröger.

Der Vorsitzende des Friedhofs-Fördervereins dankte den privaten Spendern, die allein 30.000 Euro aufgebracht hatten, außerdem den Banken, dem Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein und der Stadt Neumünster, welche ebenso durch beträchtliche Summen die Realisierung des Projektes ermöglichten.

Großer persönlicher Einsatz

Doch damit allein sei es nicht getan gewesen. "Wir würden diesen Festakt nicht begehen, wenn nicht du, lieber Uwe Kröger, die Sache in die Hand genommen und dich vehement dafür eingesetzt hättest", lobte Pastorin Simone Bremer in ihrer Eigenschaft als Vorsitzendes des Kirchengemeindeverbandes. Dieser wiederum ist Träger des Nordfriedhofs und weiterer kirchlicher Friedhöfe in Neumünster.

Mit dem Abschluss der Arbeiten an der Mauer ist eine große Aufgabe nun erledigt. Doch Oberbürgermeister Tauras stellte beim Festakt zugleich in Aussicht. "Nun können wir uns weiteren Aufgaben des Denkmalschutzes auf dem Friedhof widmen."