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Siegel des Kirchenkreises Altholstein

 

 

Annemarie-Grosch-Haus

Streiterin für Frauen in der Kirche

Das Gebäude am Alten Kirchhof 5 in Neumünster ist Sitz des Zentrums kirchlicher Dienste Altholstein. Hier haben die Mitarbeitenden der Dienste und Werke ihr Büro.

Die Mitarbeitenden waren es auch, die im August 2013 dem Gebäude einen Namen geben haben: Es heißt Annemarie-Grosch-Haus.

Annemarie Grosch. © Ev. Zeitung
Annemarie Grosch. © Ev. Zeitung

Die Namenpatronin, die Pastorin Annemarie Grosch, hat von 1953 bis 1977 das Frauenwerk der Schleswig-Holsteinischen und späteren Nordelbischen Kirche von Neumünster aus geleitet. Sie gilt als eine der prägenden Persönlichkeiten der Frauenarbeit in Schleswig-Holstein, vor allen in der Förderung und Bildungsarbeit. So etablierte sie den Weltgebetstag in der norddeutschen Kirchenarbeit. Besonders am Herzen lag Annemarie Grosch die Müttergenesung, sie errichtete unter anderem zwei Mutter-und-Kind-Kurheime.

Die Pastorin war aber auch eine Streiterin für Frauenrechte. Noch Ende der siebziger Jahre machte in der Landessynode ein Spruch die Runde: „Annemarie Grosch ist der einzige Mann in der Landeskirche“. Immer wieder forderte die Pastorin, man müsse Theologie mit der Zeitung in der Hand treiben. Darin sieht der Leiter der Zentrums kirchlicher Dienste, Pastor Dr. Jens Beckmann, auch die Verbindung zur Arbeit in seinem Haus heute: „Wir sind ausgerichtet auf gesellschaftlich relevante Themen. Wir wirken nach außen.“

Annemarie Grosch, geboren 1914 in Freiburg, starb im Jahr 2005 in einem Pflegeheim in Neumünster.