Krieg um keinen Preis?!

Pastorin Stefanie Kämpf

© Jürgen Schindler

von Pastorin Stefanie Kämpf, Christiuskirche Bordesholm


31. Januar 1943: Die bis nach Stalingrad vorgestoßene deutsche 6. Armee mit rund 280.000 Mann wurde von der Roten Armee eingekesselt und kapituliert trotz Verbots Adolf Hitlers. Bei der Schlacht um Stalingrad fielen rund 146.000 deutsche Soldaten. 90.000 kamen in Kriegsgefangenschaft. Die Zahl der sowjetischen Toten war um ein Mehrfaches höher. Das Leid der Zivilbevölkerung unermesslich. Keine Kriegspartei hat sich jemals an Menschenrechte gehalten. Krieg selbst ist ein Verstoß gegen Menschenrechte. Gerade wird eine Generation erwachsen, die die Chance hätte, die vererbten Traumata des Krieges zu überwinden. Und täglich steht uns in den Nachrichten die Vorbereitung auf einen neuen Krieg vor Augen. Wie unterschiedlich die Sicht sein kann, erlebe ich täglich sogar zu Hause. Ich bin Christin. Und möchte als Denkanstoß etwas aus der Bibel mit ins Wochenende geben:

Matthäus 26, 47-51: Noch während Jesus sprach, kam eine große Gruppe Männer. Sie wurden von Judas, einem der zwölf Jünger, angeführt. Judas ging auf Jesus zu, um ihn mit einem Kuss zu begrüßen. Aber Jesus fragte ihn: »Judas, willst du den Menschensohn mit einem Kuss verraten?« Jetzt hatten auch die anderen Jünger begriffen, was vor sich ging. Aufgeregt riefen sie: »Herr, sollen wir dich mit dem Schwert verteidigen?« Einer von ihnen zog gleich das Schwert, schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Aber Jesus befahl: »Hört auf damit!« Er berührte das Ohr des Mannes und heilte ihn.

Wenn wir uns nur einmal für einen Moment vorstellen, diese Beispielgeschichte solle uns als Modell dienen, mit bedrohlichen Lagen umzugehen – können wir das? Ich wünsche Ihnen ein friedvolles Wochenende! Herzlich, Ihre Pastorin Stefanie Kämpf