Neuer Blick und neues Glück?!
© Jürgen Schindler
von Diakon Björn Hattenbach, Jugendwerk
Ich kenne viele, die sich derzeit beklagen, dass dies und das oder einfach alles nicht ausreichend ist!
Dazu fällt mir eine Kindergeschichte ein, die auf eine jiddische Volksgeschichte basiert: Mein Haus ist zu eng und zu klein. Eine Person beschwert sich, dass das Haus zu klein ist. Dies hört eine weise Person und rät der anderen, doch noch das Huhn mit ins Haus aufzunehmen. Aber das Haus scheint nun noch kleiner geworden zu sein. Und auch die weiteren Ratschläge, die Ziege, das Schwein und die Kuh auch noch mit ins Haus aufzunehmen, sorgen scheinbar nicht für eine Verbesserung der Situation, sondern scheinen die Situation zunächst zu verschlimmern.
Erst der letzte Ratschlag, alle Tiere wieder aus dem Haus zu werfen, lässt scheinbar das Haus größer werden und das ursprüngliche Zuhause wertschätzen zu lassen.
Was vorher ein Problem war, wird plötzlich ein Segen!
Wir schätzen häufig nicht das, was wir haben, bis wir es mit schwierigen Umständen vergleichen. Wir brauchen manchmal einen Perspektivwechsel, um zu erkennen, wie gut wir es eigentlich haben. Zufriedenheit kommt oft nicht von größeren Umständen, sondern von einer veränderten Einstellung zu dem, was wir bereits besitzen.
Ich wünsche Ihnen für das neue Jahr diesen veränderten Blick, Zufriedenheit und Gottes reichen Segen!
