Stärker als der Tod
© Anna Leste-Matzen
von Pröpstin Almut Witt
Es ist zum Verzweifeln. Die Nachrichten berichten vor allem von Tod und Sterben, von Krieg und Gewalt. Zerstörung überall. Menschen, Städte, verwüstete Landschaften. Ein Ende ist nicht abzusehen. Im Gegenteil. Die Spirale der Gewalt dreht sich immer weiter.
Wir feiern Ostern. Für mich ein Hoffnungsschimmer in dieser Zeit. Ein Moment des Aufatmen-Könnens. Auch damals hatte Gewalt und Tod die Oberhand genommen. Die römische Besatzungsmacht regierte mit brutaler Gewalt. Jesus selbst fiel dieser Gewalt zum Opfer.
Doch gegen alle Erwartung, setzte Gott ein neues Zeichen: Mitten im Tod, neues Leben. Die Auferstehung von den Toten. Eine Verheißung, die bis heute gilt. Die Zusage Gottes, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.
„Fürchtet euch nicht!“, so lauteten die ersten Worte, die die Frauen am Grab damals vernahmen. Ein erster Schritt, um aus der Spirale der Verzweiflung auszusteigen. „Jesus ist nicht hier. Er ist vom Tod auferstanden!“, so hören sie weiter. Ermutigende Worte. Worte, die Zukunft versprechen.
Mich tragen diese Worte bis heute. Sie schenken mir Hoffnung in einer scheinbar hoffnungslosen Zeit – wie damals. Wenn selbst der Tod Gott nicht kleinkriegt, dann ist Hoffnung da, auch jetzt. Auch wenn ich mich selbst manchmal ohnmächtig fühle, schenken mir die Hoffnungsworte und Hoffnungszeichen Gottes neuen Mut.
Seit über 2000 Jahren schenkt diese Hoffnung Menschen Mut. Kein Grund also, heute damit aufzuhören.
