ZuMUTung
von Pastor Hajo Peter, Johanneskirchengemeinde Neumünster
ZuMUTung Vermutlich haben viele von uns gerade das Gefühl, dass uns, wenn wir die täglichen Nachrichten hören, einiges zugemutet ist, weltweit, aber auch in unserem eigenen Land. Wir stehen Herausforderungen gegenüber, die uns sorgenvoll danach fragen lassen: Wo wird das alles noch hinführen? Für uns Christen hat vor gut zwei Wochen die Passions- und Fastenzeit begonnen. Sie ist auch eine Zeit der Zumutung. In ihr stellen wir uns der Frage: Was in meinem Leben und in unserem gemeinsamen Leben braucht Veränderung? Wo gehe ich nicht gut mit mir selber um? Wo ist Veränderung notwendig in meinem Umfeld, in der Familie, meinem Beruf, meiner Gemeinde, meiner Stadt? Und wie kann ich mit dazu beitragen? Die Fastenzeit ist die Zeit, die uns an den biblischen Ruf der Umkehr erinnert. „Kehret um!“, so heißt es dort immer wieder. Verbunden ist dieser Umkehrruf aber oft mit einer Verheißung, wie im Buch des Propheten Hesekiel: „Kehret um von euren falschen Wegen, und ihr werdet leben!“ (Hes. 18,32). Ziel aller Umkehr ist das Leben, das gute Leben für mich und für unser Miteinander.
Wir alle wünschen uns gutes Leben, wir wünschen uns Frieden weltweit, wir wünschen eine gute Entwicklung für unser Land, wir wünschen uns den Erhalt von Gottes guter Schöpfung und ein auskömmliches, gutes Leben für uns selbst. Aber selbstverständlich ist das alles nicht. Wir spüren, dass wir Veränderungen brauchen, dass wir auf manchen falschen Wegen sind, immer noch. Darum will Gott uns gebrauchen, ja das MUTET, das traut ER uns zu, dass wir Gutes auf den Weg bringen können, immer wieder neu. Darum schauen wir jetzt in der Fastenzeit darauf, wo wir Veränderung und Neuanfänge brauchen. Und ich freue mich an jedem Beispiel und jeder Geschichte, an der erkennbar wird, dass Menschen sich trauen, neue Wege zu gehen, umzukehren für ein anderes, besseres Leben. Möge Gott auch uns ganz viel Mut und Vertrauen dafür schenken.
