Jule, Zoe, Karolina und Diakonin Bianca Hirth
© Stefanie Rasmussen-Brodersen
Jule, Zoe, Karolina und Diakonin Bianca Hirth

Hoffnungsbriefe an Senioren

Konfis aus Neumünster-Wittorf haben fleißig geschrieben.

Übersicht aller Pressemeldungen

„Ich habe ihnen Glück gewünscht, Liebe und Frieden“, erzählt Karolina. „Und ihnen geschrieben, dass sie nicht allein sind.“ Sie, das sind die Bewohner der AWO- Wohnpflege im „Haus an der Stör“ in Neumünster. Die 10-Jährige hat mit Jule (9) und anderen aus dem Kinder-Konfirmationsunterricht sogenannte Hoffnungsbriefe an die Seniorinnen und Senioren geschrieben.

Die Idee dazu hatten allerdings Zoe (14) und weitere Jugendliche aus der Ev.-Luth Johanneskirchengemeinde Neumünster-Wittorf, die dort eine Teamercard-Ausbildung gemacht haben. Diese Teamercard berechtig junge Menschen, kirchliche Gruppen zu leiten, zum Beispiel eben Karolinas und Jules Kinderkonfis. „Die Hoffnungsbriefe waren unser Abschlussprojekt“, erklärt Zoe. „Wir wollten einfach etwas Gutes tun“. Gegen Einsamkeit und Isolation in Coronazeiten, aber auch eben für Hoffnung an sich. Jule hat sich für ihren Brief viele Gedanken gemacht. „Ich habe auch Freiheit gewünscht. Wenn jemand zum Beispiel liegen muss und dann doch noch einmal das Bett verlassen kann. Und dass Gott die Hand immer über uns hält.“

Zoe, Jule und Karolina haben nun den Nachmittagskaffee im Haus an der Stör besucht, gemeinsam mit Diakonin Bianca Hirth von der Johanneskirchengemeinde. Mit der Gitarre gab es ein Ständchen für die Senioren im Speiseraumraum, dann haben sie insgesamt 20 Briefe an die Mitarbeitenden übergeben, geschrieben von großen und kleinen Konfirmanden. „Es ging uns ja auch um den Kontakt zwischen Jung und Alt“, sagt Zoe.

Birgit Dressler, die die Soziale Betreuung in der Wohnpflege im Haus an der Stör leitet, freut sich über den Besuch am Nachmittag und auch sehr über die Briefe. „Die Kinder erzählen darin auch von ihrem Leben, zum Beispiel ihren Haustieren, wirklich ganz toll.“ Die Briefe würden kopiert, so dass jeder der 72 Bewohner einen bekommt, auch wenn vielleicht bei manchem vorgelesen werden müsse. Weitere Ideen seien herzlich willkommen. „Sehr gerne! Wir sind für so etwas immer offen.“

Stefanie Rasmussen-Brodersen,