
Marienkirche in neuem Glanz
Einweihung nach Sanierung und mit klimaneutraler Heizung
Übersicht aller NachrichtenNach einjähriger Sanierung weiht die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Schönkirchen am Sonntag, 6. September, die Marienkirche wieder ein - mit einem Festgottesdienst um 10 Uhr und anschließendem Empfang. Rund 1,6 Millionen Euro wurden investiert, um das historische Gebäude zukunftsfähig und nahezu klimaneutral zu machen.
Pastor Jörg Suhr und Anne Potratz von der Sanierungs-AG des Kirchengemeinderates strahlen übers ganze Gesicht, wie sie in der Kirchenbank sitzen und ihren Blick durch die Marienkirche schweifen lassen. „Diese Klarheit, diese Einfachheit im besten Sinne lassen einen richtig durchatmen“, schwärmt Suhr. „Und diese Helligkeit, alles ist freundlich und stimmig“, empfindet es Potratz. Die Wände der Feldsteinkirche sind eben neu gestrichen worden, es riecht noch nach der weißen Farbe. Fast könnte man glauben, sie spiegeln sich im Fußboden, der sanft im Licht glänzt. „Wir haben den dunklen Terrakotta-Fußboden herausgenommen und durch einen sandfarbenen Natur-Kalkstein ersetzt“, berichtet Potratz.
Das hatte nicht allein kosmetische Gründe, sondern war schlichtweg nötig, um die neue Fußbodenheizung einzubauen. „Wir sind die allererste Kirche weit und breit, die mit einer Luft-Wärmepumpe beheizt wird, praktisch klimaneutral“, erklärt Pastor Suhr stolz.
Um dieses energetische Leuchtturmprojekt zu realisieren, hat sich der Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein unter anderem mit Mitteln aus seiner Klimaschutzrücklage beteiligt. „Mir ist es ein Anliegen, den Mitarbeitenden des Kirchenkreises zu danken, dass sie uns so unterstützt und zur Seite gestanden haben. Gleiches gilt für den Förderverein der Marienkirche, der mit großem Engagement, mit innovativen Ideen und Herzblut mitgeholfen hat, diese Sanierung zu verwirklichen“, betont Potratz. Zur Wiedereinweihung hat die Kirchengemeinde groß eingeladen: Politik, Verbände und Vereine aus Schönkirchen und den umliegenden Dörfern. Viele der Gäste werden zum ersten Mal auf Stühlen Platz nehmen. Sie ersetzen vom Altar aus gesehen acht Reihen der Kirchenbänke. „Wir können die Stühle auch im Kreis aufstellen, zum Beispiel bei einer Taufe. Damit entsteht ein heimeliger Ort für die Familie, wo man sich persönlich nahe sein kann“, findet Suhr.
Zur besonderen Atmosphäre trägt auch die moderne Lichtanlage bei. Auf Knopfdruck leuchten LED-Strahler in der Decke wie ein Sternenhimmel oder bringen einzelne Felder des Gudewerdt-Altars aus dem 17. Jahrhundert neu zur Geltung.
Viele weitere größere und kleinere Dinge haben sich durch die Sanierung im Innern der Marienkirche verändert. Sie zu entdecken, dazu laden Potratz und Suhr ein: „Das ist und bleibt die Kirche unserer Dörfer und unserer Menschen. Erleben Sie sie bei der Wiedereinweihung im Gottesdienst und auch hinterher in aller Ruhe - bei Essen, Trinken und einem Schluck Sekt.“
Jürgen Schindler,


